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Zum 43. Todestag des King – Elvis Presley in Germany – Ein Beitrag über seine Spuren in Deutschland

Michael
Michael
Übersicht / Inhaltsverzeichnis

Elvis Presley - Der "King" in Deutschland

Zum heutigen 43. Todestag von Elvis Presley, wollen wir mal einen etwas anderen Beitrag schreiben. Sonst schreiben wir nur von Reisen an Orte und erzählen was über sie. Heute ist es anders, wir reisen an Orte, an der eine bestimmte Persönlichkeit ihre Spuren hinterlassen hat.

In den 2 Jahren in der Elvis Presley seinen Wehrdienst bei der US Armee ableistete hat er in einigen Ecken rund um die Kaserne, der Ray Barracks im hessischen Friedberg viele interessante Spuren hinterlassen, die wir einmal genauer anschauen wollen. Begebt Euch mit uns auf eine Reise zurück in die Jahre 1958 bis 1960. Wir sehen Fotos von Zeitzeugen und gehen an Orte, die in einem ganz bestimmten Hollywood Film eine Rolle spielten.

Willkommen in der Welt von Elvis, oder wie er selbst singen würde “Welcome to My World…”

 

Die Timeline von Elvis in Deutschland

Dieser Zeitstrahl ist ein Auszug aus den vielen verschiedenen Terminen, die Elvis Presley in seiner Zeit in Bad Nauheim und Umgebung wahrnahm. Das Original mit weiteren Terminen befindet sich im Wetterau Museum im hessischen Friedberg.

01. Oktober 1958

Elvis trifft gegen 19:30 Uhr mit dem Zug aus Bremerhaven in Friedberg / Hessen ein und bezieht sein Quartier in den Ray Barracks

01. Oktober 1958

02. Oktober 1958

Im Offiziersclub der Friedberger Ray Barracks findet eine Pressekonferenz mit über 150 Reportern statt

02. Oktober 1958

06. Oktober 1958

Elvis zieht mit seinen Angehörigen in das Bad Nauheimer Parkhotel.

06. Oktober 1958

11. Oktober 1958

Das Hotel Grunewald, das Heim der Familie Presley zwischen Oktober '58 und Februar 1959

Umzug in das Hotel Grunewald in Bad Nauheim, da das Parkhotel komplett von einem angesehenen Scheich gebucht wurde.

11. Oktober 1958

03. Februar 1959

Die Goethestraße 14, das zu Hause von Elvis und seiner Familie (Großmutter Minnie-Mae und Vater Vernon Presley) bis zu seiner Entlassung im Jahr 1960

Aufgrund gewisser Vorfälle im Hotel Grunewald erneuter Umzug mit der Familie, diesmal in ein Haus in der Goethestraße (Nr. 14) in Bad Nauheim

03. Februar 1959

14. April 1959

Elvis hilft mit seinen Militär-Kameraden das Gefallenendenkmal im Bad Nauheimer Stadtteil Steinfurt zu versetzen

14. April 1959

Zw. 27. April & 07. August 1959

In dieser Zeit entstehen im Wohnzimmer des Hauses in der Goethestraße Musikaufnahmen, die später unter dem Titel “Bad Nauheimer Medley” in Deutschland erschienen.

Zw. 27. April & 07. August 1959

18. August 1959

Regisseur Hall Wallis trifft sich mit Elvis Presley um Einzelheiten über den Film “Café Europa” (Originaltitel “G.I. Blues”) zu besprechen.

18. August 1959

14. September 1959

Elvis trifft das erste Mal auf die damals 14 Jährige Priscilla Beaulieu, die er 8 Jahre später in Las Vegas heiratete. Das Treffen fand auf einer Party statt, die er in der Goethestraße gab.

14. September 1959

06. Dezember 1959

Elvis nimmt Karate Unterricht in Bad Homburg bei Jürgen Seydel, der als Vater des Karate-Sports in Deutschland bekannt ist. Hier entdeckt er auch seine Liebe zu diesem Sport.

06. Dezember 1959

01. März 1960

Am Nikolaustag im Jahr 1960 fand die Abschluss-Pressekonferenz in den Friedberger Ray Barracks statt.

01. März 1960

02. März 1960

Abflug von der Frankfurter “Rhein-Mail Aribase” nach Fort Dix in New Yersey.

02. März 1960

Berühmte Orte in Bad Nauheim

Auf dem Foto siehst Du das Burgtor in Bad Nauheim. Hier entstanden im Frühjahr 1959 die Fotos für das Cover einer Single. Der Titel daraus, “A Big Hunk O’ Love”, wurde ein weltweiter Nummer 1 Hit.

Aufgenommen wurde der Song kurz vor seiner Abreise nach Deutschland in den RCA Studios in Nashville, Tennessee. Überarbeitet, mit diesem Cover bestückt und veröffentlicht wurde die Single dann im Juni 1959, als Elvis sich bereist in Deutschland befand.

Die Stelle an die sich Elvis für dieses Foto anlehnte ziert eine Info-Tafel mit dem Platten-Cover.

Auf dem ersten Foto sieht man die Brücke über das Flüsschen Usa (nicht USA), der Name war damals für die stationierten US Soldaten ein Highlight  –  Sie dachten der Fluss wurde extra nach ihrem Land benannt. Ein Fluss der den Namen ihres Landes trägt ist ja auch was besonderes, auch wenn es nicht ganz richtig ist. An dieser Brücke entstand auch eines der berühmtesten Fotos von Elvis in Deutschland.

Das Foto brachte zwei eingefleischte Elvis Presley Fans auf die Idee eine Bronze Statue an diesem Ort aufzustellen. Auch sollen wieder, dem Original nachempfundene, Geländer angebaut werden um das Bild von Elvis mit der Statue so echt wie möglich einzufangen. Die beiden haben 2018 mit ersten Spenden-Events begonnen und haben jetzt genügend Geld zusammen das komplette Projekt fertig zu stellen.  –  Hut ab, denn bisher steht vor der Brücke nur eine Laterne mit dem Foto und schon bald könnte Elvis wieder zurückkehren an den kleinen Fluss Usa in Bad Nauheim,

 

Für die einen ist es nur ein großes Rasenfeld (2. Foto), für Elvis Fans ist es ein Stück Geschichte. Der Bolzplatz an den großen Gardierbauten. Hier spielte Elvis mit seinen Freunden und manchmal auch mit Kindern der Stadt Fußball.

Das Hotel Grunewald, das Heim der Familie Presley zwischen Oktober ’58 und Februar 1959 ist mittlerweile wieder für Gäste geöffnet. An den Tagen des Elvis Festivals, das immer in der Zeit um den 16.08. stattfindet, kannst Du hier sogar Führungen mitmachen und im Untergeschoss etwas kleines Essen und Trinken, genau an der Stelle, an der Elvis am Abend Klavier spielte.

Wer sich wie Elvis fühlen möchte, der Checkt in Zimmer 10 ein, denn in diesem bis heute erhaltenen Zimmer lebte der King persönlich.

Auch wenn sie mittlerweile verkauft ist, so ist die Goethestraße 14 noch immer ein Magnet für Elvis Presley Fans. Viele Pilgern an das Haus und wollen ihrem Star in Gedanken ganz nah sein. Hier wohnte er zusammen mit seinem Vater Vernon und seiner Großmutter Mini-Mae Presley bis zu seiner Abkommandierung 1960. Leider gehört das Haus keinem Elvis Fan, daher bitten die Veranstalter, aber auch die Stadt immer darum das Eigentum zu respektieren. Es gibt keine Führungen durch das Haus

Die Fotos der beiden Gebäude findest Du weiter oben im Zeitstrahl.

Auf den Spuren von G.I. Blues - Eine Reise in das Jahr 1960

Viele fragen sich immer was ist echt und was ist Kulisse. In Hollywood-Filmen ist der Grad manchmal sehr schmal.
Die meisten Szenen des Films Café Europa, bzw. G.I. Blues wie er im Original heißt, entstanden in den USA. Viele der Außenszenen wurden jedoch bereits im Vorfeld in Deutschland gedreht.

Eine Szene im Foto festgehalten an dem Ort an der sie entstanden ist. Eltville am Rhein.

Gehen wir mal hinein in den Film und besuchen die Schauplätze, die in den Film hinein geschnitten wurden, denn an all diesen Orten war Elvis Presley nie gewesen.

Beginnen wir auf dem Rhein bei Eltville, hier entstanden die Szenen in der Elvis auf einem Ausflugsschiff über den Rhein fährt, sowie an Land eine weitere mit Schauspiel Kollegin Juliet Prowse (Im Film Lili).

Eine Kleine Geschichte am Rande: Die Person, die sich hinter dem Foto etwas versteckt, ist Claus-Kurt Ilge. Elvis Fan der ersten Stunde und der, der Elvis in Bad Nauheim sehr oft getroffen hatte. In der Zeit als dort lebte, kümmerte er sich sogar um Zuschriften für Autogramme aus aller Welt, die er Elvis zum unterschreiben mitbrachte. Er ist die Person, der man bei einer Tour Stundenlang zuhören kann!

Weiter geht es den Rhein hinauf nach Rüdesheim. In den nächsten Szenen sieht man Elvis (als G.I. Tulsa McLean) mit Lili in der Kabinenesilbahn zum Niederwalddenkmal.

Auch diese Szene wurde in Hollywood gedreht. Anhand von Fotos wurde dort die Kabine mit vielen Details nachgebaut und im Anschluss in die Aufnahmen der Original Seilbahn hinein geschnitten.

Die Seilbahn in Rüdesheim, Elvis Fans werden Sie aus dem Film Café Europa oder G.I Blues wie er im englischen Original heißt kennen. Die Szene wurde jedoch nicht hier gedreht, sondern in einem Filmstudio in Hollywood.
Platz an der Burgstraße in Rüdesheim. Hier entstand die berühmte "Muss i denn..." Szene mit dem Kasperle Theater. Ein Titel in dem Elvis Presley auch einige Zeilen in deutsch sang.

Am Ende des Tagesausflugs geht es noch auf einen Platz, an der heutigen Burgstraße, zum Kasperle Theater. Hier entstand auch die berühmte “Muss i denn…” Szene. Ein Titel in dem Elvis Presley auch einige Zeilen auf deutsch sang.

Die nächste Station unserer Filmreise – Idstein im Taunus. Die Kleinstadt besticht durch ihre Fachwerkhäuser und genau das gefiel den Filmemachern aus Hollywood. Nichts deckt das amerikanische Bild von Deutschland wie Fachwerkhäuser. Auf dem König-Adolf-Platz entstanden die Aufnahmen für die Musikeinlagen “G.I. Blues” und “Doin’ the best I can”.

Einige Außenszenen des Films Café Europa wurden in der schönen Altstadt von Idstein im Taunus gedreht.

Weitere Orte in Deutschland in den der Film gedreht wurde sind z.B. der Hauptbahnhof in Wiesbaden, die Frankfurter Edwards Kaserne, der Truppenübungsplatz Wildflecken in Bayern sowie dem Hauptbahnhof in Frankfurt am Main, an der die Ankunftsszene gedreht wurde.

Wo hinterließ Elvis Presley noch seine Spuren?

Nachdem wir uns jetzt in Bad Nauheim umgesehen und eine Film-Tour hinter uns haben, geht es weiter in den Ort, in dem der G.I. Elvis Presley seinen Wehrdienst ableistete  –  das hessischen Friedberg.

Allem Voran steht der Block 3707 in den Ray Barracks, der Block in dem Elvis mit seinen Militär-Kameraden das ein oder andere Mal auch nächtigte. Das geschah aber nur in der Anfangszeit, bevor seine Freunde und Familie in Deutschland eintrafen.

Die Ray Barracks wurden nach dem Truppenabzug wieder an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben und stehen unter Verwaltung der Immobiliengesellschaft des Bundes. Das Gelände betreten zu dürfen ist natürlich eine Ausnahme und wird nur 1 oder maximal 2x im Jahr für die Elvis Fans in einer begleiteten Tour möglich gemacht. 

“Wie weit ist es bitte nach Tupelo?  –  7.647 km  –  und nach Memphis? 7.658 km!”
Der 2015 in “Elvis Presley Platz” umbenannte Stadtplatz im historischen Stadtkern von Friedberg, beantwortet diese Fragen mit Hinweisschildern. In dieser kleinen Stadt ist Elvis auch allgegenwertig. Hier regelt er sogar den Fußgängerstrom, ja richtig gehört, was in Berlin die Ampelmännchen sind, ist in Friedberg “der Elvis” 🙂

Nicht weit von diesem Platz entfernt, in der Seitenstraße, befindet sich das Wetterau-Museum. In diesem Museum des Landkreises befindet sich natürlich vieles über Friedberg und den Wetteraukreis. Auch hier darf Elvis Presley nicht fehlen. Ein paar interessante Dinge findet man hier, wie beispielsweise die alte Lederjacke und Kamera von Claus-Kurt-Ilge, der die ersten Fotos von Elvis für die Zeitung machte. Natürlich auch mit dabei viele Fotos und ein paar einzigartige Stücke wie die Meldebescheinigungen der Stadt Bad Nauheim von seiner Großmutter und seines Vaters.

Begeben wir uns etwas mehr aus dem näheren Umkreis hinaus nach Usingen. Die kleine Stadt zwischen Bad Homburg und Bad Nauheim hat Elvis ebenfalls besucht. An einem unscheinbaren Weiher, dem Hattsteinenweiher, hat Elvis bleibenden Eindruck hinterlassen. Da war zum Beispiel dieses eine Mädel, das seiner Mutter zum verwechseln ähnlich sah. Natürlich war auch viel Spaß am kühlen Nass und Musik mit von der Partie. Elvis zeigte sich weltmännisch und vor allem sehr Bodenständig und Gönnerhaft. Dinge die bis zu seinem Tode für ihn wichtig waren.

 

Weiter geht es ins rund 40 Kilometer entfernte Frankfurt am Main. Hier gönnte sich Elvis Presley einen BMW Sportwagen in einem kleinen Autohaus. Das Autohaus Gruber gibt es heute noch. Auch wenn vor einiger Zeit von BMW auf VW umgestellt wurde ist das eine oder andere Andenken von Elvis noch zu finden.

Die Elvis Steele auf dem Elvis-Presley-Platz in Bad Nauheim, direkt neben dem Hotel Grunewald.

In Gedenken an einen der größten Künstler aller Zeiten, der King of Rock 'n' Roll
 
- Elvis Presley -
 
* 8. Januar 1935 in Tupelo, Mississippi; † 16. August 1977 in Memphis, Tennessee

So plötzlich wie der Beitrag endet, endete auch das Leben des Elvis Presley. Er verstarb mit nur 42 Jahren am 16. August 1977  –  Heute vor 43 Jahren – im Obergeschoss der Villa Graceland in Memphis, Tennessee.

Wir wollen hier nicht über die Todesursache oder das sprechen was sein Tod verursacht hat. Wir wollen den Künstler, Entertainer und liebenden Familienvater ehren und in guter Erinnerung behalten.

Jeder, der diesen Beitrag vollständig durchgelesen hat, kennt sicherlich den Film über das Leben und den Tod von Elvis Presley und hat den letzten Titel beim lesen dieser Worte im Ohr… “You are always on My Mind…”

Elvis Presley

Die Hausnummer 1034 Audubon Drive in Memphis kaufte Elvis von seinem ersten Million Dollar Album

Für alle die immer noch etwas weiterlesen hier noch ein exklusives Foto:

Die Hausnummer 1034 Audubon Drive in Memphis kaufte Elvis von seinem ersten Million Dollar Album “Hartbreak Hotel” seinen Eltern und lebte mit ihnen vor seiner Militärzeit und dem Umzug nach Graceland dort. Das Haus selbst war vorher weiß gestrichen.
Mittlerweile gehört es der Mike Curb Family Foundation, die sich um den Support von Musikkünstlern und den Erhalt Musik-Historischer Orte einsetzen.

Noch mehr Elvis Presley?

Wir haben auch die wichtigsten Orte in den USA besucht und natürlich schon ein paar Beiträge erstellt. Hier findest Du die Links zu den entsprechenden Beiträgen.

Beginnen wir mit “The Gates of Graceland” ein Besuch des wichtigsten Orts für jeden Elvis Fan. Die dazugehörige Galerie mit allen Fotos, auch von der Weihnachtszeit gibt es hier.

Natürlich ist auch der bereits in dieser Woche beschriebene Geburtsort Tupelo in Mississippi ganz wichtig.

Zum Schluss gibt es dann noch ein paar Spuren direkt in der Stadt Memphis in Tennessee zu erkunden.

Noch mehr Lesestoff...

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