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    Rotterdam 2021 – BeNeLux Roadtrip Teil 3

    Rotterdam - Die Metropole am Rhein-Maas Delta, bietet so viel, dass 1 Tag dafür nicht ausreicht. Trotzdem haben wir es versucht. Hier ist unser Bericht.

    Von Belgien in die Niederlande

    Endlich weg aus Brüssel und auf in die Niederlande. Unser erster Stopp – Die Hafenstadt Rotterdam.

    Wer das Fahrrad-Chaos und die meist rücksichtslosen Fahrradfahrer in Deutschland kennt, wird in den Niederlanden sehr angenehm überrascht.

    Auch wenn dieses Land (wahrscheinlich wegen den hohen Sprit-Preisen) mehr Fahrräder als Autos hat, so ist der Verkehr extremst gut geregelt. Fahrradfahrer, E-Roller und Motorroller fahren auf den breiten Fahrradwegen.

    Dabei sind die Wege so konzipiert, dass sie nur sehr wenig Berührungspunkte mit Autos bekommen.

    Fußgänger sollten aber aufpassen, denn einfach mal so über die Straße funktioniert hier garantiert nicht 😉.

    Hoogstraat und die Laurenskerk

    Rotterdam hat den größten Hafen Europas, den haben wir aber mal nicht besichtigt. Wir entschieden uns einmal die Stadt und ihre Architektur zu erkunden.

    Im Zentrum angekommen ging es direkt in die Hoogstraat, einer der vielen Einkaufsstraßen der Stadt. Nach wenigen Minuten kommt man hier zur berühmten Markthalle.

    Bevor wir die bunten Decken der großen runden Halle bewundern konnten, ging es für einen kleinen Abstecher zur wohl berümtesten Kirche der Stadt, der Laurenskerk.

    Die Kirche mit dem 65 meter hohen Turm sieht man direkt von jeder Seite der Stadt. Auch ist sie der einzig mittelalterliche Überrest der gesamten Stadt Rotterdam, die vor allem im 2. Weltkrieg durch deutsche Bombardements schwer beschädigt wurde.

    Markthal Rotterdam

    Die 2014 fertiggestellte Markthal (Markthalle) in Rotterdam ist eines der neusten Gebäude der Stadt.

    Die insgesamt 8.190 m² große und 11 Stockwerke hohe Halle bietet neben der großen Einkaufsfläche im Erdgeschoss noch ein Untergeschoss mit Supermarkt und Tiefgarage, sowie einer Hochterrasse im 1. Stock.

    Auf den Außenseiten der Halle entstanden insgesamt 228 meist unbezahlbare Wohnungen zwischen 80 m² und 300 m².

    Die Decke der Halle zeigt ein Kunstwerk des niederländischen Künstlers Arno Coenen. Das etwa 11.000 Quadratmeter große Werk sprengt alle Grenzen.

    Alleine die Datei der Vorlage konnte nur durch eine große Serverfarm in Frankreich bewerkstelligt werden. Das Kunstwerk, dass auf 4.000 Glasscheiben bedruckt wurde hat eine Dateigröße von 1,47 Terabyte.

    Die Rotterdamer geben ihren Gebäuden auch gerne mal den ein oder anderen Spitznamen. Die Markthalle heißt zum Beispiel „de Koopboog“ (der Einkaufsbogen).

    Wie lebt es sich wohl in einem Quadrat?

    1984 wurden die 51 Kubushäuser eingeweiht. 38 davon sind Wohnungen mit dem gewissen etwas. In einer waren wir drin und konnten die ungewöhnlichen Zimmer besichtigen.

    Es ist schon recht eng in den kleinen Häusern und doch geräumig. Sagen wir mal so, es ist nichts für Familien mit Kinder, eher was für den Single Haushalt 😉

    Unterwegs in den Niederlanden - Die OV-chipkaart

    Nachdem wir die ersten Meter ganz gut zu Fuß geschafft hatten, wollten wir und weiter nach draußen wagen, um genau zu sein sollte es zum berühmten Erasmus Brücke gehen.

    Da es in den kommenden Tagen eh in den Niederlanden weitergehen soll, suchten wir schon in Deutschland wie wir am günstigsten von A nach B kommen, denn mit dem Auto wird das hier wirklich teuer!

    Wenn Ihr in den Niederlanden mit der Bahn fahren wollt, ganz egal ob Bus,  Straßenbahn, U-Bahn, S-Bahn oder Regionalverkehr, braucht Ihr die OV-chipkaart.

    Die Karte gilt in den gesamten Niederlanden für insgesamt 5 Jahre gültig und kostet einmalig 7,50 € + 5,00 € als Startguthaben. Danach kann die Karte an Automaten mit dem gewünschten Betrag aufgeladen werden.

    Wichtig ist auf jeden Fall ein- und auszuchecken, denn sonst müsst Ihr den Preis von Start bis Endstation des Verkehrsmittels zahlen.

    Das Wahrzeichen von Rotterdam, die Erasmusbrücke

    Die Erasmusbrücke ist ein wirklich sehenswertes Meisterwerk das Architektur. Es verlaufen 2 Fahrspuren für Kraftfahrzeuge in beide Richtungen, eine 2-spurige Straßenbahntrasse sowie in jede Richtung ein Fußweg und eine Fahrradspur.

    Die Brücke überquert die Nieuwe Maas und verbindet die Innenstadt mit dem Entwicklungsgebiet „Kop van Zuid“. Sie ist die letzte Rhein-Brücke (km. 1.000,86), bevor der Fluss in der Nordsee mündet.

    Der beste Punkt die Brücke zu bewundern ist von der Holland Amerikakade. Die Promenade am Rhein-Maas Delta fürt vorbei an den neuen Hochhäusern mit Hotels und Büros, bis zum Hotel New York auf der Spitze des Wilhelminaplein.

    Wilhelminaplein & Hotel New York

    Der Wilhelminaplein ist wieder ein Teil, der Maßstäbe in der Architektur von Hochhäusern setzt. Kein Wolkenkratzer gleicht hier dem anderen.

    Liegt gerade kein Kreuzfahrtschiff vor Anker, kann man über die Amerikakade gemütlich die Stadt auf der einen und die Hochhäuser auf der anderen Seite bewundern.

    Hat man das Ende der Promenade erreicht, steht man vor dem aus den Jahren 1901 bis 1917 entstandenen Hotel New York.

    Das Gebäude mit Art Deco Elementen, war das ehemalige Hauptgebäude der „Holland America Lijn“ (HAL), sie sich mittlerweile in den USA befinden.

    Mittlerweile ist das ehemalige Immigrationsgebäude ein Luxushotel mit einem Restaurant.

    Hoch hinaus in Rotterdam

    Zur Eröffnung anlässlich der Floriade 1960 war der Euromast in Rotterdam bereits stolze 101 Meter hoch. 1970 wurde eine weitere Spitze aufgesetzt, die den Turm um weitere 74 auf 185 Meter ansteigen lies.

    Auf 100 Metern befindet sich das „Krähennest“ genannte Panorama Restaurant. Nur eine Etage höher befindet sich eine der Aussichtsplattformen.
    Auch wir haben es gewagt den Turm zu bezwingen 😁.

    Auf der Aussichtsplattform angekommen überraschte uns der atemberaubende Panorama Ausblick. Die Stadt sieht von hier oben noch interessanter aus.

    Dann sahen wir, dass es sogar noch weiter hinauf gehen kann. Im Eintrittspreis von 11,50 € für Erwachsene und 8,00 € für Kinder enthalten ist auch eine Fahrt mit dem „Euroscoop“, der Euch auf die vollen 185 Meter nach oben bringt.

    Nochmal die Zahlen an sich:
    – 185 Meter Höhe
    – Aussichtsplattform auf 100 Meter (360° Ausblick)
    – Aussichtsplattform auf 110 Meter (360° Ausblick)
    – Euroscoop Fahrstuhl 185 Meter (360° Ausblick)
    – Expressaufzüge 100 Meter in 30 Sekunden
    – Restaurant auf 100 Meter

    Nervenkizel gefällig?
    Wenn Ihr den langen Weg nicht mit dem Fahrstuhl nehmen wollt, könnt Ihr EUch auch von 100 Metern abseilen 😉

    Unser Fazit

    1 Tag reicht nicht aus um diese tolle Stadt zu erkunden. Uns erwarteten hier freundliche, offene Menschen, eine Fülle architektonischer Meisterwerke und eine Stadt, die wir definitiv wieder besuchen werden.

    Unsere Top-Empfehlungen:

    • Euromast
    • Kubus-Haus besichtigen
    • Architektur bewundern und fotografieren
    • Markthalle besuchen und was leckeres essen
    • Auf dem Wilhelminaplein am Rhein bis zum Hotel New York spazieren
    •  Hafenrudfahrt zum größten Hafen Europas